Parzellenversuche

Temperaturen Sandboden 2006

Temperaturen Sandboden 2006

Ein höherer Rübenertrag wurde bei Damm- im Vergleich zum Flachanbau erzielt, wenn die Bodentemperatur in der Auflaufphase und Jugendentwicklung durch die Dammformung deutlich erhöht war (0,5-1 °C). Die höhere Bodentemperatur im Dammanbau beschleunigte den Feldaufgang und das Jugendwachstum der Zuckerrübe. Der das Wachstum fördernde Effekt der Temperaturerhöhung war umso größer, je niedriger das Ausgangsniveau der Bodentemperatur war. Bei hohem Niveau der Bodentemperatur von deutlich über 10 °C führte der Dammanbau nicht zu einer Ertragssteigerung.

 
Ertrag Suderburg 2006
Abbildung: Einfluss des Flach- (F) und Dammanbaus (D) von Zuckerrüben auf die Gesamtpflanzentrockenmasse im Mai (4-6-Blattstadium) und im Juni (Reihenschluss, A), im August und im Oktober (B), und den Bereinigten Zuckerertrag (Oktober, C); Suderburg 2006-2007.
 

Den größten Einfluss auf das Wachstum der Zuckerrübe hatte die Bodentemperatur im Zeitraum von der Aussaat bis zum 4-6-Blattstadium. Infolge des sich entwickelnden Blattapparates und der dadurch zunehmenden Bodenbeschattung ging der Einfluss der Bodentemperatur danach zurück und die Bedeutung des Eindringwiderstandes für das Pflanzenwachstum stieg an. Nach dem Reihenschluss im Juni war der Verlauf des Zuckerrübenwachstums bei Flach- und Dammanbau gleich. Diese Zusammenhänge sind auf den Projektseiten Bodenstruktur - Dammanbau näher erläutert.

Die vorgestellten Ergebnisse zeigen, dass die Grundlage des höheren Rübenertrages im Dammanbau während der Jugendentwicklung gelegt wurde und zu einem Mehrertrag von 7-9 % gegenüber dem Flachanbau führte.