Streifenversuche



Der Arbeitskreis Pflanzenbau des Koordinierungsausschuss am IfZ wertete in den Jahren 2004, 2005 und 2006 durchgeführte Streifenversuche zum Vergleich des Damm- und Flachanbaus von Zuckerrüben aus. Unter Praxisbedingungen wurden in den Regionen Ostwestfalen, Uelzen-Holstein und Rheinland Zuckerrüben im standorttypischen Flachanbau und im Dammanbau nebeneinander angebaut und getrennt geerntet.

Dammformung und -aussaat erfolgte in allen Regionen in Kombination (6-reihig), während die Aussaat im Flachanbau mit einer konventionellen Drillmaschine durchgeführt wurde. Die vorangehende Bodenbearbeitung unterschied sich je nach Region. Im Rheinland wurden Bodenbearbeitung und Dammformung zweiphasig und in Ostwestfalen und Uelzen-Holstein in einem Arbeitsschritt durchgeführt.

In Ostwestfalen und Uelzen-Holstein erhöhte der Dammanbau den Rübenertrag um durchschnittlich 5-10 % gegenüber dem Flachanbau. Dagegen wurde der Rübenertrag im Rheinland im Mittel der Jahre nicht durch den Dammanbau gesteigert.

 
Dammanbau KA 2004-2006
Abbildung: Rübenertrag bei Damm- relativ zu Flachanbau (= 100) in 104 Umwelten in den Regionen Ostwestfalen, Uelzen-Holstein und Rheinland; 2004-2006.
 

Als Ursache für die Ertragsunterschiede zwischen dem Flach- und Dammanbau in den Regionen vermuteten Schlinker et al. (2007) den Einfluss von Klima und Standort. Das Rheinland ist durch höhere Temperaturen und geringere Niederschläge als die nördlicher gelegenen Regionen Ostwestfalen und Uelzen-Holstein gekennzeichnet und möglicherweise konnten die Zuckerrüben daher nicht von den Vorteilen des Dammanbaus profitieren.