Reduzierte Bodenbearbeitung
In Großflächenvergleichen auf Betrieben des Geschäftsbereichs Landwirtschaft der Südzucker AG wurde festgestellt, dass stark reduzierte, flach mulchende Bodenbearbeitung und Direktsaat auf Lössboden zu deutlichen Ertragsverlusten bei Zuckerrüben führten.
Es wurde untersucht, ob dieser Minderertrag gegenüber tief lockernder oder wendender Bodenbearbeitung allein durch die geringere Bestandesdichte der Zuckerrüben oder zudem durch einen ungünstigen Zustand der Bodenstruktur bedingt war. Dazu wurden auf den Flächen mit differenzierter Bodenbearbeitung systematische Bestandesdichteversuche angelegt, in denen wichtige bodenphysikalische Kenngrößen zur Beschreibung des Zustandes der Bodenstruktur bestimmt wurden.
Die Ertragsunterschiede im Bereinigten Zuckerertrag zwischen den Bearbeitungsverfahren waren nur zu einem kleinen Teil durch die unterschiedliche Bestandesdichte (50.000 und 90.000 Pflanzen ha-1) bedingt. Weitaus größeren Einfluss auf den Ertrag hatte die unterschiedliche Bodenstruktur in der Krume. Insbesondere die Lagerungsdichte als Maß für die mechanische Festigkeit des Bodens führte bei Werten oberhalb von 1,4 g cm-3 in der obersten Bodenschicht (3-7 cm) zu sinkenden Erträgen. Bei sehr niedrigen Werten < ca. 1,25 g cm-3 traten ebenfalls Ertragsverluste auf. Parallel dazu nahm der Ertrag mit steigendem Eindringwiderstand und sinkender Luftkapazität ab.

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Bodenstruktur