Dammanbau

In einer weiteren Studie standen Ursachen für den häufig beobachteten Mehrertrag bei Dammanbau im Vergleich zu Flachanbau im Mittelpunkt. In gemeinsamen Versuchen mit der Nordzucker AG und der ARGE Nord wurden auf Sand- und Lössboden der Region Uelzen (siehe Projekt Dammanbau) neben Parametern der Bodenstruktur auch die Bodentemperatur (3-5 cm Tiefe) gemessen.  Die Temperatursumme (Σ Tagesmittel für einen definierten Abschnitt der Vegetationszeit) wurde in Beziehung zum Pflanzenwachstum gesetzt.

Die in der Tabelle aufgeführten Korrelations-Koeffizienten zeigen die Beziehung zwischen bodenphysikalischen Parametern und Zuwachsraten von Zuckerrüben (Blatt plus Rübe) in vier Abschnitten der Vegetationsperiode (Z1-4) am Standort Suderburg (Sandboden, 2006-2007).

 

  Zeitraum Temperatursumme Boden 3-5 cm Eindringwiderstand
Z1Z2Z3 Z4 0-15 cm16-30 cm 
 Aussaat-Mai (Z1)

 0,86

   

 -0,83

 -0,64

 Mai - Juni (Z2) 

0,56 

  

 -0,75

 -0,62

 Juni-August (Z3)  

-0,12 

 

 -0,35

 -0,40

 August - Oktober (Z4)   

-0,51 

 -0,48

 -0,31

Ein Korrelationskoeffizient nahe |1| zeigt eine sehr enge Beziehung an; + bzw. - zeigt die Richtung der Beziehung. Werte in Fettdruck indizieren Signifikanz (p<0,05)
 

Die Variation der Bodentemperatur von der Saat bis zur Ernte im Mai hatte den deutlich größten Einfluss auf die Höhe der Zuwachsrate (Abb. links) und verlor mit fortschreitender Vegetationszeit an Bedeutung.

Im Zeitraum Mai bis Juni wies demgegenüber der Eindringwiderstand die engste Beziehung zum Ertragszuwachs auf (Abb. rechts). Ab Juni waren die Unterschiede im Zuwachs insgesamt nur noch gering und die Korrelationen zu den Bodenparametern deutlich schwächer als vor diesem Termin.

 
Dammanbau TS EDW WR
Beziehung zwischen Temperatursumme von Aussaat bis Ernte im Mai (links) bzw. Eindringwiderstand in 0-15 cm Tiefe (rechts) und der Wachstumsrate von Zuckerrüben (Blatt+Rübe), Suderburg (Sandboden) 2006-2007.