Futterwert des Zuckerrübenmarks


Futterwert des Marks älterer und aktueller Zuckerrübengenotypen

Gasbildung des Marks älterer und aktueller Zuckerrübengenotypen im Hohenheimer Futterwerttest
Schnitzel sind neben Melasse das wichtigste Nebenprodukt der Zuckergewinnung. In Deutschland fallen pro Jahr etwa 1,7 Mio. t Zuckerrübenschnitzel (Trockenschnitzelwert) an. Etwa 80 % der Schnitzel werden getrocknet, melassiert und zu Pellets gepresst. Melasseschnitzel sind ein hochwertiges und gut lagerfähiges Viehfutter, insbesondere für Wiederkäuer.
Da der Markgehalt von Zuckerrüben im Laufe der Zeit offensichtlich zurückgegangen ist, wurde der Frage nachgegangen, ob sich auch die chemische Zusammensetzung des Marks und damit der Futterwert der Zuckerrübenschnitzel verändert haben.
Die Ergebnisse zeigen, dass es geringfügige Sortenunterschiede in der Zusammensetzung des Zuckerrübenmarks gibt. Diese haben aber keinen Einfluss auf die Verdaulichkeit, wie sich im Hohenheimer Futterwerttest zeigt. Die Summe der Kohlenhydrate (im wesentlichen Cellulose, Hemicellulose und Pektin), die den hohen Energiegehalt der Schnitzel bedingen, war bei den vier geprüften älteren und aktuellen Sorten sehr einheitlich.
Durch die Selektion auf hohen Zuckerertrag kam es bei neuen Sorten zu einer Verminderung des Markgehalts, die eine Erklärung für den Rückgang des Schnitzelanfalls bezogen auf die verarbeitete Rübenmenge geben kann. Dieser Rückgang ging jedoch nicht mit einer Veränderung des Futterwertes der Zuckerrübenschnitzel einher.

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