Standort und Versuchsanlage Harste

Der Versuchsstandort liegt ca. 8 km nördlich von Göttingen. Der Boden ist eine lössbürtige pseudovergleyte Parabraunerde mit einer nutzbaren Feldkapazität von 220 mm (1 m Tiefe). Die Bodenzahl beträgt 78 und die Ackerzahl 80. Die durchschnittliche Jahresmitteltemperatur beträgt 8,8 °C und der mittlere Jahresniederschlag 602 mm.

Die Bodenbearbeitung erfolgte während der ersten beiden Rotationen (Erntejahre 1993 bis 1998) in den drei Varianten Lockerbodenwirtschaft (LBW), Lockerboden-Mulchwirtschaft (LBMW) und Festboden-Mulchwirtschaft (FBMW) (s.Tabelle). In den Varianten mit konservierender Bodenbearbeitung (LBMW, FBMW) traten Mindererträge bei Zuckerrüben auf, während Ertrag und Ertragskomponenten des Wintergetreides von der Bodenbearbeitung unbeeinflusst blieben. Mit Beginn der dritten Rotation (1998/1999) wurden an Stelle der Variante LBMW zwei neue Varianten eingeführt: einmaliges Pflügen in der Fruchtfolge zur Gerste (P/G) und einmaliges Pflügen in der Rotation zur Zwischenfrucht (P/Z). In der Variante P/Z konnten nur zwei Düngungsstufen (N0 und N2) eingerichtet werden.

 

Variante Stoppel- bearbeitung (max. 10cm tief)Grundboden-
bearbeitung (30cm tief)
Saatbett- bereitung Düngungs- varianten
Lockerbodenwirtschaft (LBW)
ja Pflügen zu allen Hauptfrüchten
ja N0, N1, N2, N3
Lockerboden- Mulchwirtschaftwirtschaft (LBMW) (bis 1998)
ja nicht wendend mit Flügelschargrubber
ja N0, N1, N2, N3
Festboden- Mulchwirtschaft (FBMW)
ja nein ja N0, N1, N2, N3
P/Z (1999 - 2001) ja einmaliges Pflügen in der Fruchtfolge zur Zwischenfrucht
ja N0, N2
P/G (1999 - 2001) ja einmaliges Pflügen in der Fruchtfolge zur Gerste
ja N0, N1, N2, N3

 

Durch das einmalige Pflügen in der Fruchtfolge sollten die positiven Wirkungen konservierender Bodenbearbeitung (Erosionschutz, Befahrbarkeit, Bodenleben usw.) soweit wie möglich erhalten und gleichzeitig die Ertragsminderungen in Zuckerrüben minimiert werden.

Neben der Bodenbearbeitung wurde die Stickstoffdüngung in vier Stufen auf ortsfesten Parzellen variiert. Die fruchtartspezifischen Düngungsstufen lagen bei:

 

Düngungs- stufe Zuckerrüben
[kg N ha-1]
Winterweizen
[kg N ha-1]
Wintergerste
[kg N ha-1]
Senf
[kg N ha-1]
N0 0 0 0 50
N1 50 110 80 50
N2 110 160 130 50
N3 170 210 180 50

 

Um jährlich alle Früchte der Fruchtfolge anbauen zu können, wurden der Versuch auf drei Teilschlägen jeweils als Spaltanlage in vierfacher Wiederholung angelegt.