Umweltwirkungen im Zuckerrübenanbau



Umweltwirkungen in der Pflanzenproduktion lassen sich aus unterschiedlichen Perspektiven untersuchen. Gesellschaft und Politik erwarten geringe Umweltwirkungen (Schutz von Boden, Wasser, Luft, biologischer Vielfalt) und eine hohe Effizienz der Produktion (Flächenkonkurrenz). Aus Sicht eines Betriebsleiters muss ein Produktionsverfahren rentabel sein. Sowohl ökonomische als auch ökologische Aspekte sind also zu berücksichtigen, um die Anforderungen an eine nachhaltige Entwicklung des Zuckerrübenanbaus zu erfüllen.

Belastbare Ergebnisse zu Umweltwirkungen und Effizienz des praktischen Zuckerrübenanbaus gibt es kaum. Übergeordnetes Ziel des Verbundprojektes ist es, Vorschläge für aussagekräftige Indikatoren zu entwickeln. Dazu werden verschiedene Kenngrößen aus dem ökologischen und ökonomischen Bereich separat und in Kombination auf ihre Eignung geprüft, die Leistungen, Kosten und Umweltwirkungen auf der Skalenebene „Zuckerrübenanbau in Deutschland“ abzubilden.

Das Verbundprojekt gliedert sich in die 4 Teilprojekte REPRO, Umweltindikatoren, Kostenstrukturen und Öko-Effizienz. Diese nähern sich dem Themenkomplex aus unterschiedlichen Perspektiven.

Im Rahmen des Projektes soll methodisch ein System erarbeitet werden, das aus Betriebsbefragung, Datenverarbeitung (anonymisierte Erfassung pflanzenbaulicher Maßnahmen, Kosten, Fruchtfolgegestaltung, betriebliche Voraussetzungen) und Entwicklung von Maßzahlen/Indikatoren für Umweltwirkungen (Teilprojekte REPRO, Umweltindikatoren) oder Effizienz der Produktion (Teilprojekte Kostenstrukturen, Öko-Effizienz) besteht.

Nicol Stockfisch