Ursachen der Veränderung des Markgehalts von Zuckerrüben







Abgeschlossenes Projekt, Laufzeit 2006 - 2008

Als „Mark“ werden alle wasserunlöslichen Inhaltsstoffe der Zuckerrübe bezeichnet. Dies sind im wesentlichen die Zellwandbestandteile Cellulose, Hemicellulose und Pektin. Nach der Extraktion des zuckerhaltigen Zellsaftes aus den Rüben fallen diese in der Zuckerfabrik als Schnitzel an, die das wichtigste Nebenprodukt der Zuckergewinnung darstellen. Der Markgehalt ist damit ein Maß für den Schnitzelanfall.

Da die Analyse des Markgehaltes in der Routine einer Zuckerfabrik nicht möglich ist, wird der Schnitzelanfall bisher mit einem pauschalen Faktor geschätzt und entsprechend vergütet. In den letzten Jahren wurde seitens der Zuckerindustrie vielfach berichtet, dass der tatsächliche Schnitzelanfall deutlich niedriger war, als mit dem Pauschalwert vorausgeschätzt wurde.

Dieser Wert beruht auf Untersuchungen in den 1980er Jahren und wurde seitdem nicht mehr überprüft. In diesem Projekt wird daher untersucht, ob der Markgehalt von Zuckerrüben in den vergangenen 20 Jahren gesunken ist und von welchen Faktoren (Genotyp, Standort, N-Düngung) die absolute Höhe des Markgehaltes abhängt.

 

Dieses Vorhaben wurde aus Mitteln der industriellen Gemeinschaftsforschung (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie/AiF) über den Forschungskreis der Ernährungsindustrie e.V. (FEI) gefördert. Projekt Nr.: AIF-FV 14789 N.

Christine Kenter, Christa Hoffmann