Einfluss von Sorte und Umwelt
An drei Standorten wurden 2006 sechs aktuell auf dem Markt befindliche Zuckerrübensorten bei drei Stickstoffdüngungsstufen angebaut und der Markgehalt bei der Ernte im Oktober bestimmt. Sowohl die Sorte als auch Umweltfaktoren üben einen Einfluss auf den Markgehalt aus. So lag der Markgehalt im Mittel der sechs Sorten in Parensen (Region Göttingen) bei 4,32 %, in Röhrse (Region Peine) dagegen bei 3,71 %.
Diese Unterschiede sind im Wesentlichen auf die unterschiedliche Wasserversorgung an den Standorten zurückzuführen. In Parensen war die Vegetationsperiode 2006 durch Trockenheit geprägt, während die Zuckerrüben in Röhrse sechsmal beregnet wurden. Ein hohes Wasserangebot führte somit zu einer Reduzierung des Markgehaltes, da dieser auf Frischmasse bezogen wird. Sinkende Markgehalte waren auch bei der Steigerung der N-Düngung zu beobachten, dieser Effekt war allerdings weniger deutlich ausgeprägt.
Die sechs Sorten waren so ausgewählt, dass sie hinsichtlich des Zuckergehaltes das auf dem Markt verfügbare Sortiment abdecken. Es zeigte sich eine positive Korrelation zwischen Zucker- und Markgehalt, d.h. die Sorten mit hohem Zuckergehalt wiesen gleichzeitig einen hohen Markgehalt auf.
Diese Ergebnisse zeigen, dass der Markgehalt von Zuckerrüben keine konstante Größe darstellt und wesentlich von Standort, Sorte und N-Düngung beeinflusst ist.

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Markgehalt