Herbstdämme

Abgefrorene Zwischenfrucht auf Herbstdamm

Abgefrorene Zwischenfrucht auf Herbstdamm
Ertrag Herbstdamm

Ertrag Herbstdamm

Der intensive Maschineneinsatz, der hohe Arbeitskraftbedarf und die allgemein geringe Flächenleistung des Dammanbaus bei der bislang üblichen, kombinierten Dammformung und Aussaat im Frühjahr ist ein Hindernis für dessen Einführung in die praktische Landwirtschaft. Zur Entzerrung der Arbeitsspitze im Frühjahr könnte das Vorziehen der Dammformung in den Herbst beitragen und so die Akzeptanz und Verbreitung des Dammanbaus fördern. Das Anlegen von Herbstdämmen würde die Schlagkraft im Frühjahr erhöhen, da nur noch in die bereits vorgeformten Dämme ausgesät werden muss.

In einem einjährigen Feldversuch wurde geprüft, ob beim Anbau von Zuckerrüben im Herbstdamm ein ähnlicher Mehrertrag wie im Anbauverfahren Frühjahrsdamm erzielt wird. Bereits im Herbst wurden Dämme in der Variante Früher-Herbstdamm (September; Aussaat von Senf als Zwischenfrucht auf die Dämme) und Später-Herbstdamm (November; Zwischenfrucht in Dämme eingearbeitet) angelegt. Im Frühjahr erfolgte die Aussaat auf den Herbstdämmen ohne weitere Bearbeitung.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Herbstdämme im Vergleich zum Flachanbau eine ähnliche Ertragssteigerung wie der Frühjahrsdamm bewirkten. Ertragsunterschiede zwischen frühem und spätem Herbstdamm waren nicht erkennbar.

Das Vorziehen der Dammformung in den Herbst stellt ein Verfahren dar, mit dem die ertragserhöhenden Effekte des Dammanbaus ausgeschöpft und gleichzeitig die Organisation der Frühjahrsbestellung erleichtert werden kann. Im Frühjahr zeitiger abtrocknende Dämme könnten eine frühere Aussaat ermöglichen und die Zeitspanne für die Bestellung der Zuckerrübe verlängern.