Fusarium

Halbseitige Welke durch F. oxysporum f.sp. betae (USA)

Halbseitige Welke durch F. oxysporum f.sp. betae (USA)
Schäden in der Rübe durch F. oxysporum f.sp. betae (USA)

Schäden in der Rübe durch F. oxysporum f.sp. betae (USA)

Pilze der Gattung Fusarium kommen weltweit vor. Derzeit werden etwa 80 Arten voneinander unterschieden, darunter phyto-, entomo- und auch humanpathogene Stämme. In der Landwirtschaft sind vor allem die durch Fusarien verursachte Partielle Taubährigkeit bzw. Fusarium Head Blight (FHB) an Weizen bekannt, die zu deutlichen Ertrags- und Qualitätseinbußen führen können. Fusarien sind Mykotoxinbildner. Diese Stoffe können z.B. auf das Verdauungssystem oder den Hormonhaushalt wirken. In der EU gibt es derzeit für Getreide gesetzliche Grenzwerte für eine Belastung mit den Mykotoxinen Deoxynivalenol, Zearalenon und Fumonisinen. Überschreiten die Gehalte der Proben die vorgeschriebenen Grenzwerte, dürfen diese Partien nicht mehr für die menschliche Ernährung verarbeitet werden.

Amerikanische Untersuchungen zeigen, dass neben Weizen und Mais auch Zuckerrüben von Fusarium ssp. befallen werden. Die typischen Symptomkomplexe "Fusarium Root Rot" und "Fusarium Yellows" führen zum Teil zu deutlichen Ertragsausfällen. Vor allem F. oxysporum f.sp. betae schädigt die Rübe. Auffallend ist, dass die Rüben äußerlich meist gesund erscheinen, erst wenn diese aufgeschnitten werden, fallen die deutlichen Verfärbungen und die nekrotischen Bereiche auf.

In letzter Zeit gibt es Beobachtungen, wonach es auch in Teilen Europas (u.a. in den Niederlanden, Italien, Serbien) zu Fusarium-bedingten Ausfällen bei Zuckerrüben gekommen ist. In Deutschland sind Fusarien bisher hauptsächlich als Sekundärschaderreger der Rübe bekannt. Von daher gibt es noch keine Untersuchungen zum Fusarium-Artspektrum und einer möglichen Kontamination von Zuckerrüben und Zuckerrübenprodukten mit Mykotoxinen.

Daniela Christ / Mark Varrelmann