Untersuchungen
Die geplanten Untersuchungen umfassen mehrere groß angelegte praxisnahe Feldversuche sowie dazugehörige detaillierte Untersuchungen von Boden- und Pflanzenproben im Labor.
In einem auf vier Jahre angelegten Fruchtfolgeversuch an zwei Standorten in Bayern werden im ersten Versuchsjahr unterschiedlich Rhizoctonia-anfällige Zuckerrübensorten angebaut. Die im Versuchsverlauf angebauten Fruchtfolgen orientieren sich an den in der Region üblichen Fruchtfolgen mit Zuckerrübe, Mais und Winterweizen. Neben dem direkten Einfluss der Fruchtfolge auf die Überdauerung des Pilzes im Boden wird auch untersucht, ob sich eine Einarbeitung von Ernterückständen der Wirtspflanzen Mais und Zuckerrübe bzw. der Nichtwirtspflanze Weizen in den Boden auf die Entwicklung des Schadpilzes auswirkt. Die Befallsentwicklung im Versuchsbestand wird durch Beprobungen regelmäßig erfasst. Nach der Ernte werden Ertrag und Qualität der Pflanzen im Verhältnis zur Befallsentwicklung bewertet.
Weitere Versuche dienen der Verbesserung der bisherigen Resistenzprüfungen neu zuzulassender Sorten gegenüber der Späten Rübenfäule im Feld. Diese Versuche müssen auch bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen, die die Entwicklung von Pilzkrankheiten massiv beeinflussen, reproduzierbare Ergebnisse liefern.
Insgesamt werden in dem Projekt über eine Vielzahl von Versuchsansätzen neue Möglichkeiten einer integrierten Kontrolle der Späten Rübenfäule unter Nutzung vorwiegend pflanzenbaulicher Maßnahmen geprüft.

Home
Projekte Phytomedizin
Rhizoctonia: Fruchtfolge