Mechanismen der Winterhärte und Leistungspotenzial von Winterrüben
Voraussetzung für den Anbau von Winterrüben ist, dass diese Pflanzen eine ausreichende Winterhärte aufweisen. Es ist anzunehmen, dass eine genotypische Variabilität in der Winterhärte bei Zuckerrüben besteht, allerdings ist nicht bekannt, worauf diese beruhen könnte. In diesem Projekt werden die physiologischen Prozesse und Mechanismen erfasst, die es den Pflanzen ermöglichen, Frostereignisse im Winter ohne größere Verluste zu tolerieren. So kann die Anreicherung von verschiedenen Substanzen dazu führen, dass der Gefrierpunkt in der Zelllösung erniedrigt wird. Daher werden bei verschiedenen Genotypen die Gehalte an löslichen Substanzen in Rübe und Blatt mit der Überlebensrate und Vitalität nach Winter in Abhängigkeit von der Temperatur korreliert.
Ferner ist es notwendig, das Leistungspotenzial von Winterrüben aufzuzeigen, wenn Winterrüben als Energiepflanze etabliert werden sollen. Bei schossenden Winterrüben können neben den Rüben die Schosser einbezogen werden, so dass ein maximaler Energieertrag pro Flächeneinheit zu erzielen ist. Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe in der Rübe verspricht eine schnelle Vergärbarkeit und damit eine effiziente Konversion der Biomasse in Biogas. Die Einbeziehung der Sprossmasse führt zu einem Anstieg der Menge an verfügbarer Biomasse, während die stoffliche Zusammensetzung des Sprosses eine Stabilisierung des Gärprozesses bewirken könnte.
Unterschiede zwischen Genotypen sowie die zugrundeliegenden Mechanismen können Möglichkeiten zu weiteren züchterischen Verbesserungen aufzeigen.

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Bioenergie 2021: Leistungspotenzial Winterrrübe
