Gibt es Unterschiede im Rübenkopf zwischen Sorten?
Zuckerrübensorten weisen zum Teil deutliche Unterschiede in Ertrag und Qualität auf. Es wird diskutiert, ob diese Unterschiede auch im Rübenkopf verschiedener Sorten bestehen. Der Rübenkopf stellt den biologisch möglichen Ertragszuwachs dar, der beim Entblättern zu erreichen ist. Wenn einzelne Sorten sich daher durch einen größeren Kopf und eine bessere Qualität im Kopf im Vergleich zu anderen Sorten auszeichnen, wäre mit diesen Sorten eine höhere Ertragssteigerung beim Entblättern möglich.
Ein Ziel der Untersuchungen war es daher festzustellen, ob sich Sorten in Ertrag und Qualität des Rübenkopfes unterscheiden. 2009 wurden auf zwei Standorten Feldversuche mit 8 häufig angebauten Sorten durchgeführt. Die Sorten wurden wie im Göttingen Schätzrahmen definiert unterhalb der grünen Blattansätze geköpft.
Wenn der Rübenkopf einbezogen wurde, war der Rübenertrag im Mittel aller Sorten um 9,1 % höher, der Zuckergehalt um 2,8 % geringer und der Standardmelasseverlust um 5,3 % höher als bei optimal geköpften Rüben. Somit stieg der Bereinigte Zuckerertrag um 5,2 %.
Alle geprüften Sorten haben jedoch mit ähnlichen relativen Veränderungen reagiert; es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den Sorten. Das bedeutet, dass sich die für eine Sorte typischen Ertrags- und Qualitätsmerkmale im Rübenkopf fortsetzen.

Home
Projekte Physiologie
Entblätterte Rüben

