Trockenmasseertrag



Da der spezifische Gasertrag unterschiedlicher Zuckerrübensorten nicht wesentlich voneinander abweicht, ist der Ertrag an Trockenmasse für den Biogasertrag pro Flächeneinheit entscheidend.

Zuckerrüben und Futterrüben haben ein sehr hohes Ertragspotenzial. In den Untersuchungen bildete die Futterrübensorte über 140 t/ha, der Zuckerrüben E-Typ bis über 90 t/ha Rübenfrischmasse, der Z-Typ etwa 80 t/ha. Der Rüben-Trockenmasseertrag von Zuckerrüben ist jedoch mit über 20 t/ha deutlich höher als der Trockenmasseertrag bei Futterrüben. Deren höherer Rübenertrag beruht ausschließlich auf stärkerer Wassereinlagerung. Da Futterrüben auch weniger Resistenzen/Toleranzen aufweisen, sind Zuckerrüben für die Biogasproduktion zu bevorzugen.

Für die Fermentation spielt der Standardmelasseverlust keine Rolle. Daher kann der Rübenkopf, der für die Zuckergewinnung wegen der schlechten Qualität abgetrennt wird, einbezogen werden. So lässt sich der gewachsene Ertrag vollständig ernten. Die Größe des Rübenkopfes variiert nur geringfügig zwischen Sorten. Da der Kopf von Zuckerrüben einen geringeren Trockensubstanzgehalt mit wesentlich höherem Aschegehalt aufweist als die Rübe, fällt die Steigerung des Methanertrags vermutlich deutlich geringer aus als die Erhöhung des Rübenertrags von 8 - 12 % erwarten lässt.

Der Trockenmasseertrag des Blattes variiert erheblich zwischen 4 und 7 t je ha, zum Trockenmasseertrag der Rübe besteht aber keine Beziehung.

 

 

Frisch- und Trockenmasseertrag von Zucker- und Futterrüben