Winterrübe als Energiepflanze
Die Bundesregierung unterstützt das Ziel, den Anteil von Biomasse an der Energieversorgung zukünftig deutlich zu erhöhen. Grundsätzlich ist eine Effizienzsteigerung bei der Erzeugung und Nutzung landwirtschaftlicher Rohstoffe notwendig, um den Anteil von Energie aus heimischer Biomasse substanziell sowie international wettbewerbsfähig zu erhöhen und damit auch die zunehmende Konkurrenz zwischen Energie- und Nahrungs- bzw. Futtermittelproduktion abzufedern.
Das Verbundprojekt Bioenergie 2021 fokussiert auf eine ganzheitliche Betrachtung von Winterrüben als Energiepflanze entlang der Wertschöpfungskette unter Berücksichtigung des Klimaschutzes. Das biologische System Winterrübe wird von der Züchtung bis zur Verwertung als Ganzes untersucht. Dies erfolgt über einen eng vernetzten interdisziplinären Ansatz von molekularer Genomforschung über physiologische Aspekte des Leistungspotenzials, Konzeption des Produktionssystems, Konversion der Biomasse bis hin zur mathematischen Modellierung dieser Prozesse, um Vorhersagen über Ertrag und Qualität sowie über die Folgen dieser Technologie für Umwelt und Klimaschutz zu ermöglichen. Ziel des Verbunds ist die Maximierung des Biomasseertrags und Optimierung der stofflichen Zusammensetzung von Zuckerrüben zur Verwendung als Energiepflanze.
Verbunden mit einem neuen Anbauverfahren für Winterrüben sind veränderte Aussaat- und Erntetermine und eine Änderung in Vegetationszeit und –dauer. Für das Winterrüben-Anbausystem wird im Rahmen einer Technikfolgenabschätzung untersucht, welche Wechselwirkungen mit im Frühjahr gesäten Zuckerrüben auftreten können, die auf angrenzenden Feldern stehen, oder mit der Fruchtfolge auf dem Schlag. Aufwand und Nutzen für das neue Anbauverfahren sind gegeneinander abzuwägen.

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Bioenergie 2021: Technikfolgeabschätzung

