Zukünftige Erforscher der Zuckerrübe?
04/2013
Zuckerrübenforschung?! Ja, die gibt es wirklich. Am 25.04. erkundeten 6 Schülerinnen und Schüler im Rahmen des "Zukunftstages für Mädchen und Jungen" den Arbeitsalltag am IfZ.
Erste Station war das Labor. Trotz teilweise übergroßer Arbeitskittel wurde tatkräftig bei der Anlage von Verdünnungsreihen und der Markbestimmung mitgeholfen. Auf der anschließenden kurzen Exkursion zu unserem Fruchtfolgeversuch in Harste mussten die TeilnehmerInnen mit dem Parzellenplan in der Hand die Felder mit Winterraps und Körnererbse ausfindig machen. Warum baut man eigentlich ein und dieselbe Feldfrucht nicht dauerhaft an? Was bedeutet "Vermaisung" der Landschaft? Wie schlägt sich die Zuckerrübe als Energiepflanze? Und warum stellen Landwirte teilweise gelbe Kunststoffschalen an einer höhenverstellbaren Stange in ihren Rapsfeldern auf? Mit Antworten auf diese Fragen im Gepäck ging es zurück zum IfZ.
Im Gewächshaus wurde ein Keimfähigkeitstest durchgeführt und eine Schale mit jungen Zuckerrübenpflanzen "pikiert", d.h. die Pflänzchen wurden samt Wurzel "ausgestochen" und in einen größeren Behälter versetzt. Bei der letzten Station schloss sich der Kreis: Einmal kräftig Hände waschen, Kittel überstreifen und zurück ins Labor, genauer gesagt: An die so genannte "Impfbank". Wie sauber die Hände nach dem Waschen wirklich waren, das können die SchülerInnen derzeit zuhause beobachten: Als kleines Experiment durften sie auf dem Nährsubstrat einer Petrischale den Abdruck ihrer Finger - oder ihrer Uhr, ihres Armbands, eines Kugelschreibers etc. - hinterlassen. Die Schale wurde verschlossen und den TeilnehmerInnen am Ende des Zukunftstages mit auf den Weg gegeben. Bereits nach kurzer Zeit werden Mikroben sichtbar, die wir im Alltag an den Händen haben bzw. die an Gebrauchsgegenständen haften. Es bleibt also spannend...
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Schön, dass Ihr hier ward! Vielleicht sieht man sich in ein paar Jahren wieder?
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Neues M.Sc.-Modul
03/2013 Im Sommersemester 2013 bieten Dr. Daniela Christ (Phytomedizin) und Dr. Anna Jacobs (Pflanzenbau) das neue Master-Modul "Forschungsorientiertes Lehren und Lernen im Pflanzenbau" an. Das Modul dauert zwei Semester, es besteht aus einer Projektarbeit und einem Begleitseminar... mehr
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European Journal of Agronomy zeichnet IfZ-Artikel als Artikel des Monats aus
02/2013 EJA Artikel des Monats Februar:
Reineke, H., N. Stockfisch, B. Märländer (2013): Analysing the energy balances of sugar beet cultivation in commercial farms in Germany, European Journal of Agronomy, 27-38
HTC-Biokohle als Kohlenstoffspeicher und Humusersatz - Dissertation von A. Gajić beim Cullvier-Verlag erhältlich
12/2012 Gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt untersuchte Ana Gajić im Rahmen eines 3-jährigen Verbundprojekts die Abbaustabilität unterschiedlicher HTC-Biokohlevarianten und ihre bodenchemischen und bodenphysikalischen Eigenschaften, um deren Eignung für die Festlegung von Kohlenstoff im Boden (C-Sequestrierung) und die Bodenverbesserung zu bewerten.
Bei der hydrothermalen Carbonisierung (HTC) handelt es sich um ein künstliches Inkohlungsverfahren, das feuchte Bioabfälle unter hohem Druck und hoher Temperatur zu Biokohle umwandelt. Je nach Ausgangsmaterial und den Prozessbedingungen bei der Inkohlung (Temperatur, Druck, Dauer) entstehen Produkte mit unterschiedlichen Eigenschaften. Sie sind Torf oder Kompost ähnlich und lassen eine hohe Abbaustabilität vermuten.
Für Ihre Arbeit verwendete Frau Gajić Biokohlen aus Rübenschnitzel und Biertreber, da diese Substanzen modellhaft ein breites Spektrum verfügbarer Bioabfälle abdecken. Ab dem Jahr 2010 wurden Feldversuche bei Göttingen und Labor- und Gewächshausversuche durchgeführt und ackerbaulich bedeutsame Kenngrößen untersucht.
Im Ergebnis waren die Effekte der HTC-Biokohlen auf bodenphysikalische Eigenschaften positiv und mit denen von Kompost vergleichbar. Die geprüften HTC-Biokohlen verbesserten die Kationenaustauschkapazität, Aggregatstabilität und Feldkapazität, wenn sie mit Sand-böden vermengt wurden. Art und Intensität der Wirkung von HTC-Biokohle waren von der Ausbringungsmenge und der Prozessführung bei der Inkohlung abhängig. Ein vermindertes Wachstum junger Zuckerrübenpflanzen war vor allem durch die starke mikrobielle N-Immobilisierung nach Ausbringung praxisüblicher Mengen bedingt. Eine angemessene N-Düngung konnte diese Wuchsdepressionen ausgleichen. Die im Feld gemessene CO2-Freisetzung wurde durch die Ausbringung von HTC-Biokohle beträchtlich erhöht. Jedoch hat auch hier die Prozessführung einen Einfluss: Je heißer und länger die Carbonisierung verläuft, desto kohlenstoffreicher und stabiler gegen Abbau im Boden ist die entstandene HTC-Biokohle.
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Die Dissertation kann beim Cuvillier-Verlag Göttingen unter der ISBN-Nummer 978-3-95404-235-7 bezogen werden.
Impressionen von der Nacht des Wissens
11/2012 Am Samstag, den 24.11. fand zwischen 17 und 24 Uhr auf Einladung der Uni Göttingen die erste Nacht des Wissens statt. Im Vorfeld war schwer einzuschätzen, wieviele Besucher kommen würden. Es kamen VIELE und die Veranstaltung war ein voller Erfolg!
Auch vor dem Stand des IfZ bildeten sich Trauben von Menschen, die gerne einmal testen wollten, ob man beim Lutschen eines Bonbons den Unterschied zwischen Zucker, Zuckerersatzstoff und Stevia herausschmecken kann. Für die mutigeren Besucher gab es außerdem Kostproben von Zuckerrübe, Steckrübe und Roter Beete. Man könnte annehmen, dass das Gemüse eher links liegen gelassen wurde, jedoch griff insbesondere das jüngere Standpublikum beherzt zu und fand die Zuckerrübe mehrheitlich "lecker". Mit Blättern der Stevia-Pflanze konnten wir nicht dienen, wohl aber mit Informationen zu Anbau, Verbreitung und Verwendung der Pflanze. Auf Postern konnten sich die Gäste unseres Standes zudem über die Arbeit des IfZ und die Aktivitäten der Agrarwissenschaften im Bereich Public Private Partnership (PPP) informieren.
Institutsleiter Prof. Märländer hielt im Hörsaal 002 einen Vortrag zum Thema "Süßkraut oder süße Rübe - ist Stevia eine Alternative?". Aufgrund des großen Andrangs waren nicht nur die Treppen, sondern auch der Platz bis zum Rednerpult besetzt.
Fazit aus Sicht des IfZ: Der Aufwand für die Nacht des Wissens hat sich gelohnt. Die Atmosphäre war sehr gut und es gab viele interessante Begegnungen und Gespräche.
Die Fotogalerie der Georg-August-Universität Göttingen finden Sie hier.
Nacht des Wissens am 24.11.2012 an der Uni Göttingen mit Beteiligung des IfZ
11/2012 Zum Abschluss des 275. Jubiläumsjahres lädt die Georg-August-Universität Göttingen gemeinsam mit Universitätsklinikum, Max-Planck-Instituten, Deutschem Primatenzentrum, Deutschem Zentrum für Luft- und Raumfahrt sowie weiteren eng verbundenen Einrichtungen am 24.11.2012 von 17-24 Uhr zur ersten Nacht des Wissens ein. Die Veranstaltung richtet sich an Wissenschaftsinteressierte jeden Alters, der Eintritt zu allen Vorträgen, Mitmachaktionen, Führungen, Workshops, Filmen, Science Slams und Experimenten ist frei.
Als An-Institut der Fakultät für Agrarwissenschaften ist das IfZ mit einem Vortrag und einem Stand zum Thema "Süßkraut oder süße Rübe - ist Stevia eine Alternative?" vertreten. Besucher erhalten aktuelle Informationen über die Eigenschaften der Stevia-Pflanze und ihres Süßstoffs und können den Geschmack von Stevia-Produkten mit solchen vergleichen, die Zucker bzw. Zuckerersatzstoffe enthalten. Ein kleines Fest für die Geschmackspapillen!
Vortrag von Prof. Dr. Märländer: 18.00 bis 18.30 Uhr im Hörsaal 002 des Zentralen Hörsaalgebäudes (ZHG)
Stand von 17.00 Uhr bis 24.00 Uhr im Foyer des ZHG
Weitere Informationen zur Nacht des Wissens erhalten Sie hier.
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Verein Deutscher Zuckertechniker prämiert Artikel von IfZ-Mitarbeitern
07/2012 Ausgezeichnet wurden Artikel, die in der Zeitschrift Sugar Industry veröffentlicht wurden. Über die Prämierung entscheidet der "Ausschuss für Forschung und Prüfung von Preisarbeiten" auf seiner alljährlichen Sitzung anlässlich der Hauptversammlung des Vereins Deutscher Zuckertechniker. Wir freuen uns, dass in diesem Jahr gleich mehrere Artikel von IfZ-Doktoranden (siehe Erstautoren) ausgewählt wurden!
Ausgezeichnete Artikel:
Bornemann, K., H. Thiel (2012): Faktoren der Stabilität von Rizomaniaresistenz in Zuckerrüben. Sugar Industry 4/2012.
Behn, A., E. Ladewig, R. Manthey, M. Varrelmann (2012): Resistenzprüfung von Zuckerrübensorten gegenüber Rhizoctonia solani. Sugar Industry 1/2012.
Gajic, A., H.-J. Koch, B. Märländer (2011): HTC-Biokohle als Bodenverbesserer - Erste Ergebnisse aus einem Feldversuch mit Zuckerrüben. Sugar Industry 12/2011.
Vasel, E., E. Ladewig, B. Freier, B. Märländer (2011): Ansätze zur Ermittlung des notwendigen Maßes im Pflanzenschutz in Zuckerrüben. Sugar Industry 9/2011.
Reinhold Köhler erhält Ehrendoktorwürde der Universität Göttingen

v.l.n.r.: Horst Mewis (VdZ), Prof. Dr. Bernward Märländer (IfZ), Prof. Dr. Ulrike Beisiegel (Präsidentin der Georg-August-Universität Göttingen), Ehrendoktor Reinhold Köhler, Prof. Dr. Achim Spiller (Dekan der Fakultät für Agrarwissenschaften)

Das Göttinger Gänseliesel mit frischen Blumen von Reinhold Köhler
06/2012 Der langjährige Direktor der Südzucker AG Reinhold Köhler erhält die Ehrendoktorwürde der Fakultät für Agrarwissenschaften der Universität Göttingen. Die Fakultät zeichnet ihn damit für seine besonderen Verdienste um die Förderung von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft in Form von Public Private Partnerships (PPP) aus. Insbesondere wird er damit für seine Unterstützung bei der Anbindung des Instituts für Zuckerrübenforschung an die Fakultät für Agrarwissenschaften geehrt. Seit 2002 ist das weiterhin selbstständige IfZ ein An-Institut der Fakultät in der Trägerschaft des Vereins der Zuckerindustrie. Kooperationen mit verschiedenen Wirtschaftsunternehmen im Bereich der Nutzpflanzenwissenschaften haben in den vergangenen zehn Jahren an der Universität Göttingen zunehmend an Bedeutung gewonnen.
Die Verleihung der Ehrendoktorwürde fand am Mittwoch, 23. Mai 2012 in der Historischen Sternwarte der Universität Göttingen statt. Der Dekan der Fakultät für Agrarwissenschaften, Prof. Dr. Achim Spiller, und die Direktorin des Lichtenberg-Kollegs der Universität Göttingen, Prof. Dr. Doris Lemmermöhle, begrüßten die Gäste. Anschließend referierte Prof. Dr. Günter Schmahl „Zur Geschichte der Göttinger Sternwarte“. Grußworte sprachen Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel und der Vorsitzende des Vereins der Zuckerindustrie, Horst Mewis. Die Laudatio hielt der Direktor des Instituts für Zuckerrübenforschung, Prof. Dr. Bernward Märländer. Im Anschluss daran überreichte der Dekan Prof. Spiller das Doktordiplom.
Reinhold Köhler, Jahrgang 1947, studierte an der Universität Hohenheim. 1980 übernahm er die Geschäftsführung des Verbandes baden-württembergischer Zuckerrübenanbauer. Von 1989 bis 2012 war er für die Südzucker AG in Mannheim-Ochsenfurt tätig. Als Leiter des Geschäftsbereichs Zucker/Rübe trug er über viele Jahre die operative Verantwortung für den Rübensektor und die landwirtschaftliche Forschung des Unternehmens. Die Südzucker AG engagiert sich seit rund 20 Jahren intensiv in der projektbezogenen Forschungsförderung an verschiedenen Universitäten und Hochschulen. In diesem Zeitraum förderte das Unternehmen insgesamt 24 Promotionen und zahlreiche Master- und Diplomarbeiten, insbesondere an der Universität Göttingen.
Der Erhalt der Doktorwürde geht in Göttingen mit einer Tradtion einher: Die Brunnenfigur "Gänseliesel" auf dem Marktplatz erhält vom so Ausgezeichneten einen Blumenstrauß und einen Kuss.
IfZ und Kuratorium für Versuchswesen im Zuckerrübenanbau auf der Woche der Umwelt
06/2012 Der Bundespräsident lädt am 5. und 6. Juni 2012 gemeinsam mit der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) zur vierten „Woche der Umwelt“ in den Park von Schloss Bellevue ein. Das IfZ ist dort gemeinsam mit dem Kuratorium für Versuchswesen und Beratung im Zuckerrübenanbau vertreten. Mit dem Thema "Fungizideinsparung durch schadschwellenorientierte Bekämpfung von Blattkrankheiten in Zuckerrüben" wird gezeigt, wie Ökologie und Ökonomie im Zuckerrübenanbau zusammengehören.
Zur Veranschaulichung werden auf der Ausstellung mit Blattkrankheiten befallene und gesunde Rübenpflanzen präsentiert. IfZ-Mitarbeiterin Annette Walter (Abteilung Phytomedizin) hat hierfür einen Teil der Rüben mit Cercospora, Rost und Mehltau inokuliert - ein trickreiches Unterfangen: "Die Herausforderung bestand darin, die Symptomausprägung terminlich auf den Punkt hinzubekommen. Für die Inokulation mit Cercospora wurden Erreger aus tief gefrorenen Dauerkulturen reaktiviert. Rost und Mehltau brauchen die lebende Wirtspflanze, um sich zu vermehren. Das Inokulationsverfahren war entsprechend aufwendig, aber es hat alles sehr gut funktioniert und die Pflanzen zeigen nun pünktlich die jeweiligen Symptome."
Im Fachforum 5 "Ressourceneffizienz und Innovation" hält Heinz-Joseph Koch am 05.06.2012 ab 16 Uhr einen Vortrag zur Rezyklierung organischer Abfälle mittels HTC auf landwirtschaftlichen Flächen zur Bodenverbesserung und C-Sequestierung. Weitere Informationen zu den Themen und Ausstellern auf der Woche der Umwelt finden Sie hier.

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