Bor im Boden

Für Pflanzen verfügbar ist nur der Teil des Bors, der in der Bodenlösung gelöst ist. Der Bor-Versorgungszustand eines Ackerbodens wird nicht anhand des Gesamtgehaltes, sondern durch den pflanzenverfügbaren Anteil des Bors abgeschätzt.

Bor wird aus einigen Mineralien (z. B. Glimmer, Turmalin) bei der Verwitterung in Form von Borsäure (H3BO3) freigesetzt.

Die Löslichkeit des Bors ist eng mit dem pH-Wert im Boden verknüpft. Oberhalb von pH=7 wird Bor zunehmend als Anion an Tonminerale oder die organische Substanz absorbiert. Ebenso senkt anhaltende Trockenheit die Verfügbarkeit von Bor für die Pflanzen.

Bereiche optimaler Borversorgung in Ackerböden

 MethodeBereich optimaler Gehalte
 heißwasserlösliches Bor
(nach Berger u. Truog, VDLUFA-Verbandsmethode)
 0,70 - 2,00 mg Bor kg-1 Boden
(nach Finck, 1991)
 Bor nach EUF-Bodenuntersuchung
 0,65 - 0,95 mg Bor kg-1 Boden
(Fürstenfeld und Bürcky, 2000)

Bor in der Bodenlösung unterliegt der Auswaschung, daher ist eine Düngung auf Vorrat nicht möglich.