Bor in der Pflanze
Die Funktion von Bor in der Pflanze ist noch nicht vollständig aufgeklärt. Die komplexen Symptome, die unter Mangelbedingungen auftreten, weisen auf die Bedeutung des Bors bei Zellwachstum und -differenzierung hin.
Bor stabilisiert Zellwände und Zellmembranen. Es wird benötigt zur Synthese von Uracil, welches wiederum für die Saccharose-Synthese und die Proteinbildung Voraussetzung ist. Indirekt ist Bor an vielen hormonellen Regelkreisläufen beteiligt.
Pflanzen nehmen Bor aus der Bodenlösung mit dem Massenfluss auf. Der Borgehalt in der Pflanze steigt in der Regel mit der Konzentration in der Bodenlösung an.
Innerhalb der Pflanze wird Bor effektiv nicht oder nur in sehr geringem Maße umgelagert. Deshalb treten Mangelsymptome zuerst in schnell wachsenden, jungen Pflanzenteilen auf. Bei Zuckerrüben sind dies vor allem die Herzblätter und die Spitzen der Faserwurzeln.
Sehr hohe Bor-Konzentrationen können Pflanzen schädigen. Empfindliche Kulturen wie Getreide reagieren mit Chlorosen und Spitzen- und Blattrand-Verbrennungen auf einen Bor-Überschuss, der zusätzlich durch eine Rotfärbung des Stengels angezeigt werden kann.

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