Zusammensetzung des Schädlichen Stickstoffs

Zusammensetzung des löslichen Gesamt-N bei Zuckerrüben, Mittel von 52 Sorten, 22 Standorten in 2000/01

Zusammensetzung des löslichen Gesamt-N bei Zuckerrüben, Mittel von 52 Sorten, 22 Standorten in 2000/01

Bei der Qualitätsanalyse wird der a-Amino-N-Gehalt stellvertretend für alle löslichen N-Verbindungen bestimmt. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Anteil Amino-N am löslichen Gesamt-N in einer gewissen Bandbreite konstant bleibt, da man von diesem Anteil auf die Gesamtheit der N-Komponenten schließen will.

Der Gehalt an löslichem Gesamt-N wird von der Jahreswitterung, aber auch von Standort und Sorte beeinflusst. Im Mittel der 52 Sorten über 22 Standorte in 2 Jahren hatte der Amino-N einen Anteil von 30 % am löslichen Gesamt-N-Gehalt, Betain ebenfalls 30 % und Nitrat 5 %. Der nicht identifizierte Rest-N machte mit 35 % die größte N-Fraktion aus. Der Anteil des Amino-N am löslichen Gesamt-N ist somit wesentlich geringer als aus früheren Untersuchungen bekannt war. Dies ist zum einen auf den Züchtungsfortschritt, zum anderen aber auch auf die Verringerug der N-Düngung zu Zuckerrüben zurückzuführen.

Zudem gab es erhebliche Abweichungen von diesen Mittelwerten bedingt durch den Einfluss von Sorte und Umwelt. Es zeigte sich, dass die Zusammensetzung des löslichen Gesamt-N in der Rübe nicht konstant ist. Der Amino-N-Gehalt steigt mit steigendem N-Angebot nahezu linear an, während der Betaingehalt sich nur wenig ändert. Daher ist der Betaingehalt bei geringen Gehalten an löslichem Stickstoff höher als der Amino-N-Gehalt.