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Möglichkeiten der Rizomania-Prognose als Entscheidungshilfe für die Sortenwahl

  • Autor/in: Büttner, G., E. Mutzeck, K. Bürcky
  • Jahr: 1994
  • Zeitschrift: Gesunde Pflanzen 46
  • Seite/n: 33-39

Abstract

Es wurde untersucht, ob bei Rizomania anhand einer Bodenuntersuchung eine Befalls- oder Schadensprognose als Entscheidungshilfe für die Sortenwahl abgegeben werden kann. Für den Zuckerrübenanbau vorgesehene Felder, ausnahmslos in Gebieten mit unklarer Rizomaniabefallssituation, wurden vor der Aussaat mittels Biotest auf den Rizomaniaerreger untersucht. Die daraus für das betreffende Feld abgeleitete Befallsprognose wurde verglichen mit dem rizomaniabedingten Schaden, der anhand der relativen Ertragsüberlegenheit einer rizomaniatoleranten Sorte gegenüber der anfälligen Vergleichssorte ermittelt wurde. Für über 85 % der untersuchten Felder konnte auf der Basis des Biotestergebnisses eine zutreffende Befallsprognose abgegeben werden. Eine daraus abgeleitete Empfehlung für den Anbau der jeweils geeigneten Sorte, anfällig oder rizmaniatolerant, würde gegenüber dem ausschließlichen Anbau einer anfälligen Sorte zu einem erheblichen und gegenüber dem alleinigen Anbau einer toleranten Sorte noch zu einem spürbaren Mehrertrag führen. Bei einigen Feldern ließ sich trotz Nachweis des Rizomaniaerregers im Boden anhand der Erntedaten kein Befall erkennen. Umgekehrt wurde in wenigen Fällen mit der rizomaniatoleranten Sorte ein höherer Ertrag erzielt, obwohl der Erreger im Fangpflanzentest nicht nachzuweisen war. Mögliche Ursachen für diese in wenigen Fällen gefundene Nichtübereinstimmung von Befallsvorhersage und tatsächlich ermitteltem Schaden werden diskutiert.
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