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Entwicklung des Faserwurzelsystems der Zuckerrübe sowie dessen Beziehung zum Wachstum der Gesamtpflanze und der Nährstoffaufnahme

  • Autor/in: Windt, A.
  • Jahr: 1995
  • Zeitschrift: Dissertation
  • Verlag: Cuvillier Verlag Göttingen
  • ISBN: 3-89588-29
  • Stichworte: Wurzelwachstum Ertragsbildung Blatt LAI BFI Wurezllängendichte

Abstract

1992 und 1993 wurden auf Parabraunerde aus Löß bei Göttingen Untersuchungen im Feld zum Wachstum von Wurzel, Gesamtpflanze (=Blatt und Rübe) sowie der N-Aufnahme bei Zuckerrüben zu zehn Terminen von Mai bis November durchgeführt. Die Wurzeluntersuchungen erfolgten mit der Monolithmethode aus Profilwänden in 10 cm Schichten sowohl in als auch zwischen der Rübenreihe bis in maximal 210 cm Bodentiefe. Parallel zur Monolithentnahme wurden Bodenproben zur Nitratbestimmung entnommen. Wachstum der Gesamtpflanze Der Rübenertrag mit etwa 650 dt je ha sowie der Bereinigte Zuckerertrag mit etwa 100 dt je ha waren in beiden Jahren im November nahzu gleich hoch, der Blattertrag war 1992 im Sommer höher und zum Vegetationsende niedriger als 1993. Wachstum der Wurzel Die Wurzellängendichte war in beiden Jahren im Oberboden (0-30 cm) mit bis zu 4 cm je cm³ Boden deutlich höher als im Unterboden (30-150 cm) mit bis zu 0,55 cm je cm³ Boden; der höchste Zuwachs erfolgte von Juni bis Juli. Der Anteil der Wurzeln im Oberboden an der Wurzellänge betrug in beiden Jahren zum Vegetationsende etwa 60 %. Die maximale Wurzellänge lag 1993 bei 15 km je m², 1992 bei 10 km je m². Die maximale Durchwurzelungstiefe betrug in beiden Jahren über 250 cm. Der Wurzeldurchmesser lag im Mittel der Jahre im Oberboden bei 0,25 mm, im Unterboden bei 0,35 mm. Die Wurzeloberflächendichte erreichte im Oberboden bis zu 250 cm² je 1000 cm³ Boden und sank, ähnlich der Wurzel-längendichte, im Unterboden stark ab. Der Anteil der Wurzeln im Oberboden an der Wurzeloberfläche lag mit etwa 50 % im November in beiden Jahren niedriger als der Anteil der Wurzeln des Oberbodens an der Wurzellängendichte. Wachstumsbeziehung zwischen Gesamtpflanze und Wurzel In beiden Jahren bestanden signifikant positive Beziehungen zwischen dem Wachstum der Gesamtpflanze und Wurzelwachstum; hervorzuheben ist die sehr enge Beziehung zwischen Blatttrockenmasse und Wurzellänge. Die Wurzellänge hatte keinen Einfluß auf die technische Qualität der Zuckerrübe. Die deutlich höhere Wurzellänge 1993 im Vergleich zu 1992 führte nicht zu höherem Rüben- und Bereinigten Zuckerertrag, so daß geringere Wurzellängen durchaus mit einem hohen Bereinigten Zuckerertrag verbunden sein können. Stickstoff in der Pflanze Der Stickstoffgehalt sank in beiden Jahren während der Vegetation im Blatt von etwa 5 auf 1,5 % und in der Rübe von etwa 2,5 auf 0,5 % ab. Die aufgenommene N-Menge der Pflanze betrug sowohl 1992 als auch 1993 am Ende der Vegetationsperiode etwa 200 kg je ha. Die höchste tägliche N-Aufnahmerate lag im Juni und betrug 1992 3,3 kg N je ha und Tag und 1993 5,5 kg N je ha und Tag. Wurzelwachstum und Nitrataufnahme Der Nitratgehalt sank unter Zuckerrüben in beiden Jahren von Mai bis November auf unter 50 kg je ha in 0-150 cm Bodentiefe ab. Von Juni bis Juli kam es im Oberboden, parallel zum größten Zuwachs an Wurzellänge, zum stärksten Absinken des Nitratgehaltes. Im Juni waren Wurzelwachstum und Nitratabnahme im Oberboden in der Reihe höher als zwischen der Reihe. Im Unterboden war in der Reihe im Vergleich zu zwischen der Reihe die Wurzellängendichte geringfügig höher, der Nitratgehalt des Bodens nahzu gleich hoch. Die Nitrataufnahmerate ging in beiden Jahren von Juni bis November deutlich zurück, die höchste Aufnahmeeffizienz wurde zu Vegetationsbeginn ermittelt und lag 1993 bei 65 • 10-14 mol je cm Wurzel und Sekunde und 1992 bei 29,4 • 10-14 mol je cm Wurzel und Sekunde. Ein kleineres Wurzelsystem 1992 führte im Vergleich zu 1993 zu einer gleich starken Entleerung des Bodens an Nitrat.
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