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Charakterisierung von Rhizoctonia solani (KÜHN) an Zuckerrüben

  • Autor/in: Führer Ithurrart, M.E., G. Büttner
  • Jahr: 2000
  • Zeitschrift: Mitt. BBA
  • Seite/n: 359

Abstract

Der Rübenfäuleerreger Rhizoctonia solani (Kühn) ist ein wirtschaftlich bedeutendes Pathogen beim Anbau von Zuckerrüben. Am Institut für Zuckerrübenforschung werden seit 1998 Untersuchungen zur Verbreitung von Rhizoctonia, dem Erreger der Späten Rübenfäule an Zuckerrüben, in deutschen Zuckerrübenanbaugebieten durchgeführt. Rhizoctonia solani läßt sich in verschiedene Anastomosegruppen (Hyphenfusionsgruppen) einteilen. Die Einteilung basiert auf der Kompatibilität zwischen den einzelnen AG`s (Anastomosegruppen) und spiegelt bestimmte physiologische Leistungen des Pilzes und die Pathogenität für einen bestimmten Wirt oder eine Wirtsgruppe wider. Für Zuckerrüben sind die AG2-2 (Späte Rübenfäule) und die AG 4 (Wurzelbrand, Umfallkrankheit an Jungpflanzen) von Bedeutung. Es gibt Hinweise aus der Literatur, daß sich die verschiedenen geographischen Herkünfte der Späten Rübenfäule (AG2-2) in ihren Virulenzverhalten unterscheiden, also sogenannte Biotypen ausbilden. Von Rhizoctonia-Befallsflächen wurden in den Vegetationsperioden 1998 und 1999 infizierte Rüben gesammelt, Rhizoctonia isoliert und Reinkulturen angelegt. Um eine Verbreitungskarte des Pilzes erstellen zu können, wurde eine Kartierung der Befallsflächen vorgenommen und eine Isolatebank angelegt. Mit den Isolaten wurden Virulenztests durchgeführt. Es zeichnen sich Unterschiede im Virulenzverhalten der verschiedenen geographischer Herkünfte ab. Einige Isolate aus anderen Ländern wurden auch analysiert. Anhand der Wuchseigenschaften des Pilzes auf der Platte, der Pektinase-Isoenzymanalyse und der RAPD-PCR wurde eine physiologische und molekulargenetische Charakterisierung der Isolate vorgenommen. Aus diesen Untersuchungen gibt es Hinweise auf molekulargenetische Unterschiede innerhalb der AG 2-2 als mögliche Erklärung des unterschiedlichen Virulenzverhaltens.
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