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Reaktion der Zuckerrübe (Beta vulgaris var. altissima) auf die Kaliumdüngung - ein 20-jähriger Feldversuch

  • Autor/in: Römer, W., N. Claassen, B. Steingrobe, B. Märländer
  • Jahr: 2004
  • Zeitschrift: J. Plant Nutr. Soil Sci. 167
  • Seite/n: 726-735

Abstract

Die Untersuchungen hatten das Ziel, in einer Zuckerrüben-Weizen-Gerste-Fruchtfolge auf einem Auenboden (toniger Schluff) in Südniedersachsen eine K-Düngungsstrategie für hohe und stabile Erträge (hier fokussiert auf die bereinigten Zuckererträge = BZE) zu erarbeiten. Hierzu gab es, bei generellem Verbleib von Stroh und Rübenblatt auf dem Feld, seit 1983 folgende Kalium-Düngungsvarianten: 1) jährliche K-Zufuhr in Höhe dese 0-, 0,5-, 1-, 1,5-, 3- und 9fachen Ersatzes der einfachen mittleren jährlichen K-Abfuhr (0, 29, 58, 87,174 bzw. 524 kg K ha-1 a-1), wobei die Parzellen mit dem 3- bzw. 9fachen Ersatz seit 1995 nur noch je 174 kg K ha-1 alle 3 Jahre erhielten (Fruchtfolge-Düngung); 2) die jährliche K-Gabe (58 kg K ha-1) mit einer 3-jährigen K-Gabe (174 kg K ha-1); 3) die jährliche K-Gabe (87 kg K ha-1) als Applikation im Herbst oder Frühjahr; 4) die jährliche K-Gabe in mineralischer oder in „organischer“ Form als Ganzpflanzenrecycling (Korn plus Stroh, Rüben plus Blatt) und 5) die Applikation einer zusätzlichen NaCl-Gabe (29 kg ha-1) zur einfachen K-Gabe (58 kg ha-1) vor den Zuckerrüben. Die Rübenerträge steigen bis zur höchsten K-Gabe an, bei gleichzeitigem Anstieg der lactatlöslichen Boden-K-Gehalte. Die bereinigten Zuckergehalte erreichen bei einer jährlichen K-Gabe von 174 kg K ha-1 ihr Maximum. Der BZE stieg im Mittel aller Versuchsjahre bis zur höchsten jährlichen K-Gabe an. Es gab keinen Unterschied in der K-Düngewirkung in Bezug auf den BZE zwischen Herbst- und Frühjahrsdüngung. Kalium aus Mineraldünger und organischem Material hatte ähnliche Wirksamkeit. Eine zusätzliche NaCl-Gabe erhöhte den BZE nur in einzelnen Jahren um wenige Prozentpunkte. Als ökonomisch empfehlenswert ergab sich eine K-Fruchtfolgedüngung von Zuckerrüben in Höhe von 174 kg K ha-1. Mit niedrigprozentigen Kali-Salzen kann der NaCl-Effekt nutzbar gemacht werden. Der lactatlösliche K-Gehalt im Grenzbereich der Gehaltsklassen B/C (ca. 110 mg K (kg Boden)-1) ist für den geprüften Standort ausreichend für hohe BZE.
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