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Herbizidresistenz in Chenopodium album

  • Status: abgeschlossen
  • Mitarbeiter/in: Sophie Vogler
  • Betreuer/in: Mark Varrelmann
  • Kategorie: Pflanzenkrankheiten, Resistenz
Freitag, 09 Januar 2015 10:02

Der Weiße Gänsefuß (C. album) stellt eines der wichtigsten (Leit-) Unkräuter im Zuckerrübenanbau dar. Metamitron repräsentiert den herbiziden Wirkstoff mit Blatt- und Bodenwirkung aus der Gruppe der Photosystem II-Inhibitoren, der auf nahezu allen Anbauflächen eingesetzt wird. In Belgien sind kürzlich in verschiedenen C. album Biotypen Metamitron Wirkungsschwächen nachgewiesen worden und eine "target-site" Mutation im psbA Zielgen des D1-Proteins konnte nachgewiesen werden. Diese resistenten Genotypen wurden möglicherweise bereits in den 1970er Jahren durch den Wirkstoff Atrazin in Maismonokulturen selektiert, da eine Kreuzresistenz gegenüber diesem und auch anderen PSII-Inhibitoren mit gleichem Wirkungsmechanismus besteht. Bisher konnte diese Resistenz nur in aufwändigen Gewächshausuntersuchungen mit Herbizidapplikation in verschiedenen Konzentrationen oder Sequenzierungen des Zielgens nachgewiesen werden.

Zunächst wurde ein schnelles molekulares Nachweisverfahren, basierend auf einem Restriktionslängenpolymorphismus (RFLP), für die in Belgien nachgewiesene D1 Mutation im Codon 264 entwickelt. Im Rahmen eines Monitorings wurden nahezu 500 C. album Biotypen in verschiedenen europäischen Ländern untersucht. Dabei wurden weitere Biotypen mit bisher nicht beschriebenen D1 Mutationen nachgewiesen. Weitere Untersuchungen befassten sich mit der Bestimmung des Resistenzfaktors von resistenten Biotypen in Gewächshausuntersuchungen und der Entwicklung von Herbizid-Kontrollstrategien im Feld.

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