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Ursachen und Auswirkungen des Auftretens von "Syndrome basses richesses" in deutschen Zuckerrübenanbaugebieten

  • Autor/in: Pfitzer, R., K. Schrameyer, R.T. Voegele, J. Maier, C. Lang, M. Varrelmann
  • Jahr: 2019
  • Zeitschrift: Sonderheft 14. Göttinger Zuckerrübentagung, Sugar Industry (2019) 144
  • Seite/n: 70-80
  • Stichworte: Syndrome Basses Richesses, Zuckerrübe, Schilf-Glasflügelzikade, Befallsgebiet, Candidatus Arsenopho-nus phytopathogenicus, Candidatus Phytoplasma solani

Abstract

„Syndrome Basses Richesses“ (SBR) ist eine Zuckerrübenkrankheit, welche zur Reduktion des Zuckergehaltes sowie Frischmasseertrages und damit zu großen wirtschaftlichen Einbußen führt. Zwei nicht-kultivierbare und ausschließlich durch Vektoren übertragbare Erreger, ein Proteobakterium („Candidatus Arsenophonus phytopathogenicus“) sowie ein Phytoplasma (“Candidatus Phytoplasma solani“) können SBR hervorrufen. SBR-Symptome sind Chlorosen und Nekrosen an den älteren Blättern, Asymmetrien am Blattneuaustrieb sowie Nekrosen an den Gefäßleitbündeln des Rübenkörpers. Die Ergebnisse aus 2018 zeigen, dass die Schilf-Glasflügelzikade (Pentastiridius leporinus (L., 1761)) neben Frankreich auch in Baden-Württemberg der entscheidende Vektor ist. Diese Art hat sich von der natürlichen Wirtspflanze (Schilf) an die landwirtschaftliche Kulturfolge aus Zuckerrüben und Winterweizen angepasst. Die Schilf-Glasflügelzikade war 2018 die am häufigsten gefangene Zikadenart in Zuckerrüben und durchschnittlich zu 44 % mit dem Proteobakterium beladen. Es wurde das längste Auftreten adulter Schilf-Glasflügelzikaden in Zuckerrüben, vom 25.05. bis 05.09., festgestellt. Der lange Flug wurde durch die erstmals nachgewiesene zweite Generation hervorgerufen. In diesem Artikel wird die Entwicklung der SBR-Befallsgebiete und der Nachweis der beiden Erreger bis 2018 in Deutschland vorgestellt. Zusätzlich werden bisherige Erkenntnisse sowie eigene Versuchsergebnisse zur Verbreitung und Kontrolle von SBR aus dem Jahr 2018 in Baden-Württemberg gezeigt. Es wurden erstmals Sortenunterschiede nachgewiesen, weshalb ein Genotyp im Gegensatz zu einem weiteren in Halb-Freiland-Käfigversuchen trotz SBR-Infektion keine Zuckergehaltsreduktion aufwies. Die Sortenwahl könnte somit ein vielversprechender Ansatz zur Kontrolle von SBR in Zuckerrüben sein.
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