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Rhizoctonia und Fruchtfolge

  • Langtitel: Rhizoctonia und Fruchtfolge
  • Status: aktiv
  • Mitarbeiter/in: Christine Dircks
  • Betreuer/in: Mark Varrelmann
  • Kategorie: Pflanzenkrankheiten
Donnerstag, 20 November 2014 00:00

Die Späte Rübenfäule in Deutschland kann in den Befallsgebieten zu deutlichen Ertragseinbußen von bis zu 50 % führen. Inzwischen sind in Deutschland rund 5 % der Zuckerrübenanbaufläche von der Krankheit betroffen. Ausgelöst wird die Krankheit durch den bodenbürtigen Pilz Rhizoctonia solani Kühn, welcher in verschiedene Anastomosegruppen (AG) unterteilt wird. In Deutschland wird die Späte Rübenfäule vor allem durch die AG 2-2IIIB verursacht.

Neben der Zuckerrübe ist auch Mais eine der Wirtspflanzen des Erregers. Rhizoctonia ruft bei Mais eine Wurzelfäule hervor, durch die befallene Pflanzen leicht ins Lager gehen.  Die Eignung von Mais als Rohstoff für die Bio­energie­erzeugung hat zu einem deutlichen Auf­schwung im Maisanbau geführt, wodurch Mais und Zuckerrüben zuneh­mend in einer Fruchtfolge angebaut werden. Mehr­jährige Feld­versuche der ARGE Regensburg, der LfL  und des IfZ im Raum Plattling zeigten, dass dies die Rhizoctonia-Problematik weiter verschärft.

Die genauen Wirkmechanismen hierfür sind nicht vollständig geklärt. Hier soll ein neues Forschungsprojekt ansetzen und in mehreren Feld­ver­suchen Aspekte der Entwicklung und Ausbreitung des Befalls im Bestand näher untersuchen. LfL, IfZ und ARGE Regens­burg nehmen damit die akute Proble­matik der Späten Rübenfäule in der Region Südbayern auf und prüfen mit praxis­nahen Versuchen neue Ansätze zur integrierten Kontrolle der Späten Rübenfäule.

Die geplanten Untersuchungen umfassen mehrere groß angelegte praxisnahe Feldversuche sowie dazugehörige detaillierte Untersuchungen von Boden- und Pflanzenproben im Labor. In einem auf vier Jahre angelegten Fruchtfolgeversuch an zwei Standorten in Bayern werden im ersten Versuchsjahr unterschiedlich Rhizoctonia-anfällige Zuckerrübensorten angebaut. Die im Versuchsverlauf angebauten Fruchtfolgen orientieren sich an den in der Region üblichen Fruchtfolgen mit Zucker­rübe, Mais und Winterweizen.

Neben dem direkten Frucht­folge­einfluss auf die Über­dauerung des Pilzes im Boden wird untersucht, ob sich eine Einarbeitung organischen Materials in Form von Ernterückständen der Wirtspflanzen Mais und Zuckerrübe bzw. der Nichtwirtspflanze Weizen in den Boden auf die Entwicklung des Schadpilzes auswirkt. Regelmäßige Erhebungen des Befalls und Boden- und Pflanzen­beprobungen im Jahresverlauf durch IfZ und LfL dokumentieren die Befallsentwicklung im Versuchs­bestand. Nach der Ernte werden Ertrag und Qualität der Pflanzen im Verhältnis zur Befallsentwicklung bewertet.

Weitere Versuche dienen der Verbesserung der bisherigen Resistenzprüfungen neu zu­zulassender Sorten gegenüber der Späten Rübenfäule im Feld. Diese Versuche müssen auch bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen, die die Entwicklung von Pilzkrankheiten massiv beeinflussen, reproduzierbare Ergebnisse liefern. Insgesamt werden in dem Projekt über eine Vielzahl von Versuchsansätzen neue Möglichkeiten einer integrierten Kontrolle der Späten Rübenfäule unter Nutzung vor­wiegend pflanzenbaulicher Maßnahmen geprüft.

Die geplanten Untersuchungen umfassen mehrere groß angelegte praxisnahe Feldversuche sowie dazugehörige detaillierte Untersuchungen von Boden- und Pflanzenproben im Labor.

In einem auf vier Jahre angelegten Fruchtfolgeversuch an zwei Standorten in Bayern werden im ersten Versuchsjahr unterschiedlich Rhizoctonia-anfällige Zuckerrübensorten angebaut. Die im Versuchsverlauf angebauten Fruchtfolgen orientieren sich an den in der Region üblichen Fruchtfolgen mit Zucker­rübe, Mais und Winterweizen. Neben dem direkten Einfluss der Frucht­folge auf die Über­dauerung des Pilzes im Boden wird auch untersucht, ob sich eine Einarbeitung von Ernterückständen der Wirtspflanzen Mais und Zuckerrübe bzw. der Nichtwirtspflanze Weizen in den Boden auf die Entwicklung des Schadpilzes auswirkt. Die Befallsentwicklung im Versuchs­bestand wird durch Beprobungen regelmäßig erfasst. Nach der Ernte werden Ertrag und Qualität der Pflanzen im Verhältnis zur Befallsentwicklung bewertet.

Weitere Versuche dienen der Verbesserung der bisherigen Resistenzprüfungen neu zu­zulassender Sorten gegenüber der Späten Rübenfäule im Feld. Diese Versuche müssen auch bei unterschiedlichen Witterungsbedingungen, die die Entwicklung von Pilzkrankheiten massiv beeinflussen, reproduzierbare Ergebnisse liefern.

Insgesamt werden in dem Projekt über eine Vielzahl von Versuchsansätzen neue Möglichkeiten einer integrierten Kontrolle der Späten Rübenfäule unter Nutzung vor­wiegend pflanzenbaulicher Maßnahmen geprüft.

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