ZAZIkI
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Dr. Olga Fishkis
Informationen
Laufzeit:
04/2024 – 12/2028
Projektteam:
Dr. Olga Fishkis,
Dr. Stefan Paulus,
Julia Müller,
PD Dr. Anna Jacobs
Abteilung:
Förderung:
Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR): Digitalisierung der pflanzlichen Wertschöpfungskette im Mitteldeutschen Revier in Sachsen-Anhalt - Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten
Kooperation(en):
Fachgruppe Geoökologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg ; Bereich Bioenergiesysteme, Deutsches Biomasseforschungszentrum
Projektvorstellung
Ziel des Projektes ist die Entwicklung und Bewertung ressourcenschonender und praxistauglicher Zuckerrübenanbausysteme in der Modellregion "Mitteldeutsches Revier in Sachsen-Anhalt". Die neuen Anbausysteme sollen an die zunehmende Wasserknappheit und das erhöhte Erosionsrisiko in der Region aufgrund des Klimawandels angepasst sein und auch andere Umweltrisiken (z. B. Treibhausgas (THG)-emissionen, Eutrophierung, toxikologische Risiken) minimieren. In Zusammenarbeit mit Zuckerrübenanbauerverbänden aus der Region und lokalen Betriebsleitungen werden neue Anbauverfahren durch On-Farm-Versuche in der Praxis getestet. Die Wahl der Maßnahme wird nach den individuellen Gegebenheiten getroffen. Möglich sind z. B. Sprühdrohnen, Streifenbearbeitung. Dabei kommen sowohl klassische Methoden der Datengenerierung im Feld und auf Betriebsebene als auch innovative Methoden wie autonomes Bestandsmonitoring und KI-basierte Auswertung von Drohnen- und Satellitenbildern zum Einsatz. Auf Basis der erhobenen Daten werden detaillierte Stoff- und Energiebilanzen für die betrachteten Anbausysteme erstellt. Auf dieser Basis wird ein Tool zur digitalen Entscheidungsunterstützung für die Ökologie- und THG-Bilanzierung für Anwender in der landwirtschaftlichen Praxis erstellt. Das Projekt trägt zur Vernetzung von Betrieben und zur Digitalisierung der landwirtschaftlichen Produktion in der Modellregion bei.
Feldbegehungen zur Aussaat im Strip-Till-Verfahren
Ende März 2026 fanden im Rahmen des Projekts Feldbegehungen zur Streifenbodenbearbeitung in Sachsen-Anhalt statt.
Dürren und extreme Wettererreignisse stellen die Landwirtschaft und insbesondere den Zuckerrübenanbau in Sachsen-Anhalt vor große Herausforderungen.
Die Streifenbodenbearbeitung lockert gezielt nur den Boden in der Saatreihe, während die Zwischenbereiche unbearbeitet bleiben. Dadurch kann Verdunstung reduziert und Wasser besser im Boden gehalten werden. Durch die Kombination von Streifenbodenbearbeitung mit gleichzeitiger Düngeplatzierung in die Saatreihe und Aussaat in einem Arbeitsgang können zudem der Kraftstoff- und Düngerverbrauch sowie die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert werden.
Im Rahmen des BMFTR-finanzierten Projekts DiP-ZAZIkI wird dieses Verfahren in den Jahren 2025 bis 2027 auf Praxisbetrieben im Vergleich zur konventionellen Mulchsaat im Zuckerrübenanbau getestet und bewertet.
Anlässlich der Aussaat 2026 fand Ende März an zwei Standorten in Sachsen-Anhalt eine Feldbegehung zur Streifenbodenbearbeitung in Kombination mit Unterfußdüngung und Aussaat statt. Dabei wurden erste Ergebnisse aus dem Projekt präsentiert, die Strip-Till-Technik vorgeführt und durch Informationen zum Pflanzenschutz in der Region ergänzt.
An der Veranstaltung nahmen Interessierte aus Praxis, Vertrieb sowie von Anbauverbänden teil. Am Standort Reupzig wurde die Veranstaltung vom Institut für Zuckerrübenforschung gGmbH gemeinsam mit Pfeifer & Langen GmbH & Co. KG organisiert. Für die Teilnehmenden vor Ort war es eine bereichernde Veranstaltung zur Netzwerkbildung.
Kontakt: zaziki@dip-sachsen-anhalt.de.
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