Abschlussarbeiten

Themen für Master- 
und Bachelorarbeiten

Wir bieten fortlaufend ein breit gefächertes Spektrum an Themen für Bachelor- und Master-Abschlussarbeiten im Rahmen unserer Forschungsprojekte an. Manche Themen können sowohl als Bachelor- wie auch als Masterarbeit vergeben werden. Bei Interesse wenden Sie sich bitte per E-Mail an die betreuende Person. Neben den hier ausgeschriebenen Arbeiten gibt es die Möglichkeit, individuelle Themen für die Bearbeitung im Rahmen einer Abschlussarbeit gemeinsam zu entwickeln. Sprechen Sie uns dazu gerne an.

Neuanlage von Hecken in der Agrarlandschaft Sachsen-Anhalts – Entwicklung beispielhafter Szenarien (M.Sc.)

Beginn:

ab sofort

Betreuung:

Dr. Olga Fishkis

Abteilung:

Pflanzenbau

Fragestellung:

Hecken können wichtige Funktionen in der Agrarlandschaft übernehmen, beispielsweise für Biodiversität, Biotopverbund, Erosions- und Windschutz. Gleichzeitig bestehen bei ihrer Neuanlage verschiedene Herausforderungen, z.B. hinsichtlich landwirtschaftlicher Nutzung, Pflege, rechtlicher Vorgaben und behördlicher Verfahren. Im Rahmen der Masterarbeit sollen beispielhafte Szenarien für die Neuanlage von Hecken in der Agrarlandschaft Sachsen-Anhalts entwickelt und hinsichtlich ihrer jeweiligen Chancen, Herausforderungen sowie Vor- und Nachteile untersucht werden. Grundlage der Arbeit bilden drei Informationsquellen: (1) Ergebnisse einer bereits durchgeführten Befragung verschiedener Akteure zu Möglichkeiten und Hindernissen bei der Neuanlage von Hecken in der Agrarlandschaft Sachsen-Anhalts, (2) eine eigenständige Recherche der rechtlichen und administrativen Rahmenbedingungen, insbesondere zu relevanten Vorgaben, Zuständigkeiten, Genehmigungsverfahren sowie behördlichen Hürden bei Neuanlage, Nutzung und Pflege von Hecken, (3) wissenschaftliche Studien und Fachliteratur zu den ökologischen, landwirtschaftlichen und gegebenenfalls sozioökonomischen Wirkungen von Hecken. Im Rahmen der Masterarbeit werden Befragungsergebnisse systematisch ausgewertet, rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen recherchiert, beispielhafte Szenarien zur Heckenneuanlage entwickelt und diese Szenarien vergleichend sowie mittels Pro Contra Analyse bewertet. Gesucht wird eine engagierte Studentin bzw. ein engagierter Student eines geeigneten Masterstudiengangs mit Interesse an Agrarlandschaften und Naturschutz, eine strukturierte Arbeitsweise sowie die Motivation, sich eigenständig in rechtliche und behördliche Rahmenbedingungen einzuarbeiten. Ansprechpartnerin: Frau Dr. Olga Fishkis, fishkis@ifz-goettingen.de

Investigations on Rz1 resistance breaking in sugar beet by Beet necrotic yellow vein virus (M.Sc.)

Beginn:

ab sofort

Betreuung:

PD Dr. Sebastian Liebe

Abteilung:

Koordination

Fragestellung:

Beet necrotic yellow vein virus (BNYVV) is a member of the genus Benyvirus in the family Benyviridae. BNYVV causes Rhizomania disease in sugar beet, which is characterized by the abnormal proliferation of lateral roots leading to a significant decrease in sugar content and massive yield losses. Therefore, all sugar beet cultivars carry the Rz1 resistance gene preventing infection with BNYVV. However, there are several reports describing the occurrence of Rz1 resistance breaking strains. The high selection pressure has led to several mutations in the pathogenicity factor P25 at amino acid positions 67-70 (AS67-70). Furthermore, an additional RNA component from the P-type (RNA5) has been associated with Rz1 resistance breaking. Experimental studies confirming the resistance breaking effect of the mutations and reassortments are missing. Therefore, a reverse genetic system for sugar beet using a cDNA clone of BNYVV A-type and P-type has been developed at the Institute of Sugar Beet Research. This infection system will be used to study Rz1 resistance breaking by BNYVV in sugar beet. The influence of mutations in the pathogenicity factor P25 will be investigated by PCR mutagenesis. Furthermore, reassortment experiments should be conducted to confirm an effect of RNA5 on resistance breaking. The student will learn modern molecular techniques including PCR mutagenesis, cloning and agroinfection of sugar beet.

„Zukunftsfähige Anbausysteme Zuckerrübe – Innovationen und Künstliche Intelligenz (ZAZIkI)" (M.Sc.)

Beginn:

01.04.2026

Betreuung:

Julia Müller

Fragestellung:

Im Rahmen des vom BMEL geförderten Projektes „Zukunftsfähige Anbausysteme Zuckerrübe – Innovationen und Künstliche Intelligenz (ZAZIkI)" werden ressourcensparende Anbauverfahren für Zuckerrüben erprobt und evaluiert. Im Mittelpunkt steht die Streifenbodenbearbeitung (Strip- Till). Neben Feldversuchen im niederschlagsarmen Süden Sachsen-Anhalts wird ein weiterer Versuch am Standort Wollbrechtshausen bei Göttingen angelegt. Datengrundlage für diese Masterarbeit sind UAV-basierte RGB-Aufnahmen, sowie manuelle Bestandesbonituren zu definierten Terminen während der Vegetationsperiode. Ergänzend stehen kontinuierlich aufgezeichnete Mikroklimadaten (Bodenfeuchte und -temperatur) sowie Wetterdaten des Standorts zur Verfügung. In Zusammenarbeit mit dem IfZ-Team führen Sie von Ende Mai bis September 2026 regelmäßige Datenerhebungen auf dem Feld durch. Dazu gehören UAV-Befliegungen zur Erfassung der Bestandesentwicklung, RTK-gestützte Bonituren des BBCH-Stadiums von Referenzpunkten, sowie invasive und nicht-invasive Bonituren (Blattfläche, Pflanzenhöhe, Bodenbedeckungsgrad). Die Feldarbeit umfasst insgesamt etwa zehn bis fünfzehn Termine verteilt über die Vegetationsperiode. Aus den erhobenen Daten berechnen Sie anschließend Vitalitätsparameter wie Vegetationsindizes, Wachstumsraten und Bodenbedeckungsdynamiken. Die Ergebnisse der verschiedenen Bodenbearbeitungsvarianten werden statistisch ausgewertet und hinsichtlich ihrer agronomischen Relevanz interpretiert.

Charakterisierung von Effektoren des Erregers Cercospora beticola in Zuckerrübe

Beginn:

frühestens ab 1.12.2025

Betreuung:

PD Dr. Sebastian Liebe

Fragestellung:

Der Pilz Cercospora beticola ist der Erreger der Cercospora-Blattfleckenkrankheit, die vor allem Zuckerrüben befällt. Diese zählt zu den wichtigsten Krankheiten im Zuckerrübenanbau. Im Laufe der Co-Evolution hat sich der pilzliche Erreger auf die Zuckerrübe spezialisiert. Für die Pathogenität des Erregers sind sogenannte Effektoren von großer Bedeutung. Dabei handelt es sich um Proteine, die in den Wirtsorganismus abgegeben werden. Dort unterdrücken die Effektoren beispielsweise die Immunabwehr oder induzieren Zelltod. Im Rahmen einer genetischen Populationsanalyse wurden zwei Effektoren identifiziert, die für die Erregerpathogenität von Bedeutung sein könnten. Ziel dieser Masterarbeit ist es, diese beiden Effektoren näher zu charakterisieren. Zunächst soll die Sequenzvariabilität in verschiedenen Cercospora-Populationen analysiert werden. In Gewächs- und Laborversuchen soll die Genexpression in vitro und in planta gemessen werden. Zusätzlich wird eine transiente Expression beider Effektoren im Experimentalwirt Nicothiana benthamiana durchgeführt. Im Rahmen der Arbeiten werden verschiedene molekularbiologische Techniken erlernt (z. B. Klonierung, Genexpressionsmessung mit qPCR). Ebenso gehören umfangreiche Labor- und Gewächshausversuche dazu.