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Einfluss langjährig differenzierter Bodenbearbeitung auf chemische Bodeneigenschaften und Zuckerrübenertrag

  • Autor/in: Dieckmann, J., H.-J. Koch
  • Jahr: 2008
  • Zeitschrift: Pflanzenbauwissenschaften 12
  • Seite/n: 22-31
Gefunden in Abteilung Pflanzenbau

Abstract

Zu Beginn der 1990er Jahre wurde auf landwirtschaftlichen Großbetrieben ein Bodenbearbeitungsversuch mit langjährig differenziert bearbeiteten, ortsfesten Großparzellen angelegt. In diesen Versuch wurde zwischen 2003 und 20005 eine Studie zum Einfluss differenzierter Bodenbearbeitung auf chemische Bodeneigenschaften und deren Beziehung zum Ertrag von Zuckerrübe integriert. Abnehmende Bearbeitungsintensität vom Verfahren Pflug (25-30cm tief) über Mulch (10-15cm tief) bis hin zur Direktsaat führte bei Zuckerrübe zu einem deutlichen Rückgang des Bereinigten Zuckerertrages. Gleichzeitig wurde bei plugloser Bodenbearbeitung eine Anreicherung von organischem Kohlenstoff (Corg) und Gesamtstickstoff (Nt) sowie ein Anstieg des Corg/Nt-Verhältnisses in der Oberkrume beobachtet. Der Gehalt an pflanzenverfügbarem Magnesium wurde nicht von der Bodenbearbeitung beeinflusst, während bei Phosphor und Kalium eine Anreicherung in der Oberkrume wie bei Corg und Nt beobachtet wurde. Eine geringfügige Abreicherung im unteren Abschnitt der Krume bei reduzierter Bodenbearbeitung trat bei Kalium auf. Insgesamt belegen die Untersuchungen, dass eine Reduzierung der Bearbeitungsintensität nicht zwangsläufig zu einer eingeschränkten Nährstoffversorgung führt. In den meisten Umwelten wurde mit den erhöhten Humusgehalten sowie geringfügig höheren Nährstoffgehalten in der Oberkrume des Bodens sogar ein positiver Effekt des Pflugverzichts auf diese Parameter der Bodenfruchtbarkeit beobachtet, der sich tendenziell förderlich auf das Pflanzenwachstum auswirken dürfte. Der Minderertrag von Zuckerrübe bei langjährigem Pflugverzicht ist somit überwiegend auf Veränderungen im Boden zurückzuführen, die nicht ursächlich mit unzureichender Nährstoffversorgung zusammenhängen.
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